|
|
Bei zerebralen
Durchblutungsstörungen werden bei uns an der Nordsee, wegen ihres
stärkeren Anreizes auf die gesamte Durchblutung, meist gute Erfolge
beobachtet. Hinzu kommen die positiven Einflüsse von Jod und Magnesium
auf den Stoffwechsel und die Durchblutung.
Die Einwirkung des Klimas auf verschiedene Altersstufen lässt sich grob
wie folg schildern. Menschen unter 30 Jahren sind im allgemeinen rasch
anpassungsfähig. Im Alter von 30 bis 40 beobachtet man, besonders bei
Frauen, je nach Stärke des Reizklimas häufige Umstellungsprobleme. Hier
gilt stets die Empfehlung, alle Kurmaßnahmen langsam anlaufen zu lassen.
Das gleiche gilt für die 50 bis 60 jährigen.
Altern ist eine natürlicher Prozess. Die Lebenserwartung hängt jedoch
beim Einzelnen nicht nur vom Auftreten von Krankheiten ab, sondern
entscheidend von den Erbfaktoren. Immer wieder wird in Familien das
Erreichen eines hohen Alters in Gesundheit beobachtet, in denen die
Menschen bereits seit Generationen sehr alt geworden sind.
Die Kurdauer sollte mindestens vier, möglichst sogar sechs Wochen
betragen, damit die vielfältigen Heilwirkungen voll zum Tragen kommen.
Badezeiten von 5 bis 10 Minuten besser nicht überschreiten. Es sollte
ausgiebig Gebraucht von Spaziergängen in der Brandungszone am Meer
gemacht werden. Älteren Menschen, die nicht mehr baden können, sei
gesagt, dass bereits der bloße Aufenthalt an unserer Nordsee so
tiefgreifende Einwirkungen auf den Stoffwechsel hat, dass die positive
Wirkung auch ohne Bäder eintritt.
Der Mensch verliert mit zunehmendem Alter ca. 50% der
Sauerstoffbindefähigkeit des Blutes, bis ungefähr zum 65. Lebensjahr.
Ältere Menschen fühlen sich deshalb etwa in der sauerstoffreichen Luft
wohler. Einen günstigen Effekt als Sauerstoffträger übt auch die
Nordseeluft bei uns aus, wo der Luftdruck am höchsten ist. Bei Reisen in
die Höhe wird die Luft bekanntlich sauerstoffärmer. Mit abnehmenden
Atmosphärendruck sinkt der Partialdruck des Sauerstoffes und damit dessen
Spannung, von deren Stärke die Sättigung des Blutes mit Sauerstoff
abhängt. Der höchste Luftdruck wird in Höhe des Meeresspiegels mit etwa
760 mm gemessen (mittlerer Luftdruck ca. 740 mm).
>Das Meer ist das Paradies der Arteriosklerotiker<, so lautet eine
andere, alte medizinische Erkenntnis. Lange Zeit wurden besonders dem Jod
der Meeresluft die Heilerfolge bei Arterienverkalkungen zugeschrieben.
Frühere Ärztegenerationen behandelten Arteriosklerose und
Durchblutungsstörungen des Gehirns bei älteren Menschen gerne mit
Jodsalzen.
Dem Jodgehalt unserer Meeresluft, der Böden und der darauf wachsenden
Pflanzen sowie der hohe Jodgehalt von Fischen ist ein Großteil des
Erfolges von verbesserter Hirndurchblutung älterer Menschen bei einem
Seeaufenthalt zuzuschreiben. Einen ebenso wichtigen Faktor stellt das
Magnesium dar. Wenn im Einzelfall wegen des Kochsalzgehaltes Bedenken bei
zu hohem Blutdruck, Herzkrankheit oder einer anderen Krankheit mit
>Kochsalzempfindlichkeit< bestehen, so sollte trotzdem der
Meeresaufenthalt von älteren Menschen mit Durchblutungsstörungen des
Gehirns unbedingt genutzt werden, die tägliche Magnesiummenge von ca. 150
bis 300 mg ist in anderer Form zuzuführen. Im übrigen sollten
ältere Menschen, sofern keine Krankheiten mit
Kochsalzempfindlichkeit vorliegen auf die Meerwassertrinkkur
zurückgreifen.
|

Abend in der Meldorfer Bucht *..

Einsamer Wanderer auf der Deichkrone *..
|