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Meerwasser
hilft schon, wenn man nur die salzige Luft genießt Der Gesundheit zuliebe - Unser heimisches Watt - Was ist ein Watt? - Ohne Ebbe und Flut gäbe es kein Watt Meerwasser hilft schon, wenn man nur die salzige Luft genießt - Der Nationalpark »Wattenmeer« Unser Inselklima - Das Nordseewasser bei uns - Krankheiten der Bronchien und der Lunge Allergische Prozesse - Vegetative Dystonie - Erkrankungen von Nase, Rachen und der Nebenhöhlen Schilddrüsenerkrankungen - Hauterkrankungen - Frauenkrankheiten - Kinderkrankheiten - Die heilende Wirkung des Meeres auf den alternden Menschen - Heilerfolge - Heilanzeigen für Erwachsene - Heilanzeigen für Kinder - Hier nutzt die Meerestherapie |
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Salzwasser Sonne gegen Hautprobleme, staubfreie, aber salzhaltige Brandungsluft gegen Asthma, Schlick und Schlamm gegen Rheuma, der Reiz von Wind und Wellen gegen Gefäßkrankheiten - das Meer ist eine einzige große Apotheke, nur kostenlos, unabhängig von Arzt und Rezept, und ohne Chemie (sofern Strand und Wasser noch sauber sind wie bei uns). Ein Urlaub am Meer ist gleichzeitig auch die schönste Erholung und eine der wirkungsvollsten Methoden, über das vegetative Nervensystem anstrengend auf die ermattete Seele von Großstadtmenschen einzuwirken. Warum das Meer das alles kann, ist gar nicht so schwer einzusehen: Alles Leben auf der Erde entstammt dem Meer. Auch der Mensch! In unserem Blutserum zum Beispiel finden sich dieselben Stoffe wie im Meerwasser - Kochsalz, Kalium, Magnesium, Kalzium, Eisen. Im Meer ist nur die Konzentration noch höher. Diese Stoffe braucht jede einzelne menschliche Zelle, bei Mangel wird der Mensch krank, Das gilt besonders für Magnesium, dessen wichtige Rolle beim Verhüten von Arteriosklerose und Herzinfarkt erst in letzter Zeit so recht erkannt wurde. Vom Meer werden die Reserven wieder aufgefüllt. Das Nordsee-Meerwasser selbst mit einem Gehalt an Salzen ist also die Nummer eins unter den Heilmitteln des Meeres. Man kann es trinken. Dazu wird sauberes Meerwasser aus größeren Tiefen geholt und mit der zweifachen Menge Süßwasser verdünnt, weil es sonst zu bitter schmeckt und zu heftig die Verdauung anregt, Solche Meerwasserkuren gegen Mineralmangel gibt es seit 50 Jahren. Auch durch die Haut dringen die gelösten Salze beim Baden in den Körper ein - noch weiß man nicht genau, wie tief eigentlich. Auf jeden Fall aber lassen sie die Haut aufquellen und aufnahmefähiger werden für die Inhaltsstoffe des Meerwassers und für die Wirkung der Sonnenstrahlen. Am Toten Meer ist die Wirkung von Salz und Sonne so intensiv, dass hier sogar die hartnäckige Schuppenflechte mit Erfolg bekämpft werden kann. Aber auch an dem Strand der Nordsee verschwinden Wunden, die nicht heilen wollen, und andere Hautprobleme verblüffend schnell. Diese Wirkung von Salz und Wasser wird noch durch die jetzt bewiesene, Bakterien hemmende Wirkung des praktisch keimfreien Seewassers unterstützt. Der Salzgehalt des Meerwassers hilft noch auf eine ganz andere Weise heilen: Weil es ein höheres spezifisches Gewicht als Süßwasser hat, haben Menschen mehr Auftrieb, Bewegungen werden möglich, die sonst viel zu schmerzhaft wären - bei Knochenbrüchen zum Beispiel u. bei Gelenkkrankheiten. Bei schweren Fällen ist eine Bewegungstherapie im geheizten Meerwasserbecken die beste Methode, um die Schmerzgrenze hinauszuschieben und bisher unmögliche Übungen langsam wieder einzutrainieren. Die leichte, eher spielerische Möglichkeit, im Meerwasser zu schwimmen, zu toben und auch Gymnastik zu treiben, ist außerdem eine große Unterstützung aller Bewegungstherapien zur Entkrampfung verspannter Muskeln. In der Brandung wirken wieder ganz andere Dinge auf den Menschen ein. Wasser, Sand und Luftbläschen massieren die Haut, fördern die Durchblutung und trainieren die Blutgefäße - eine Wohltat für alle Venenkranken. Jede Welle, die heranrollt, überschüttet den Körper nicht nur mit Wasser, sondern mit einem kräftigenden Reiz für den ganzen Organismus. Das gleiche, nur etwas sanfter, gibt es für Kranke in Sprudel- oder Wannenbädern. Unsichtbar schweben in der Brandungsregion außerdem mikrofeine Tröpfchen, die sich wie ein sanfter Sprühnebel in die Atemwege senken, sie befeuchten und mit Mineralsalzen versorgen. Diese vielen winzigen Wassertröpfchen haben eine negative elektrische Ladung und wirken ausgesprochen positiv auf den Körper und die Seele: »Negative Ionen« beleben und erfrischen - deshalb fühlen sich Menschen nach einem Gewitter, unter der Dusche oder in der Nähe von Wasserfällen wohl. Dieser feine Staub aus Meerwasser wirkt außerdem schleimlösend bei Atemwegserkrankungen. Deshalb werden auch bei diesen Leiden Meerwasser gefüllte Inhalationsgeräte eingesetzt, die das Wasser, ultrafein zerstäubt, bis tief in die Bronchien eindringen lassen. Meeresluft duftet nicht nur charakteristisch nach Wasser, Salz und Tang, sondern sie ist von ihren Wirkstoffen auch geradezu durchtränkt. Zu Zeiten der Ebbe, die sich an Nordsee und Atlantik besonders stark bemerkbar macht, steigt der Jodgehalt der Luft messbar an: Auf den weiten Schlickflächen bleiben Braunalgen und Blasentang liegen, aus denen das Jod freigesetzt wird. Binnenlandbewohner mit jodbedürftigen Schilddrüsen merken manchmal schon nach einigen Tagen bei uns, dass der Druck im Hals schwindet und sie besser durchatmen können. Aufatmen dürfen an der See auch Patienten mit allergischen Atemwegsleiden: Meerluft ist ausgesprochen arm an Allergenen wie Staub und Pollen. Sie wird deshalb vor allem Asthmatikern ärztlich empfohlen. Für viele ist die Nordsee der einzige Ort, wo sie ohne Beschweren leben können. Die starke, in klarer Luft fast
ungefilterte Sonnenstrahlung ist wichtig zur Behandlung von
Hautkrankheiten und für alle Menschen mit einem hohen Bedarf an Vitamin D:
Das sind vorwiegend Kinder und schwangere Frauen. Dieses Vitamin kann nur
unter dem Einfluss von Sonnenstrahlen im Körper gebildet werden (und
müsste sonst mit spezieller Nahrung oder in Tablettenform zugeführt
werden.) Es ist für die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm zuständig und
damit ausschlaggebend für das Knochenwachstum. In Kur- und
Meerestherapiezentren wird schließlich oft ärztlich verordnet, was
begeisterten Wattenläufern längst eine liebe Gewohnheit ist: Wassertreten
nach Kneippschem Muster, kalte Fuß und Wadengüsse, Barfuss laufen im
feuchten Watt. All das regt Kreislauf und Stoffwechsel an, fördert die
Durchblutung, trainiert und stärkt die Blutgefäße, hilft bei Venenleiden,
niedrigen Blutdruck und Verstopfung. |
Sonnenaufgang**
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| Für welche Gesundheitsprobleme das Meer besonders geeignet ist, zeigt die Tabelle. Was dort noch fehlt, weil man es natürlich nicht messen kann, ist die gemeinsame Wirkung aller Einflüsse des Meerwassers und des Meeresklimas auf die Psyche. Sie ist an den beliebtesten Badestränden der Deutschen sehr unterschiedlich. Es wirkt bei unserem Inselklima dank der 10 km langen Nordseehalbinsel anregend und aktivierend. | ||