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Man behauptet, dass noch bei keinem Bewohner auf den Nordseeinseln eine Schilddrüsenerkrankung, und zwar weder Über- noch Unterfunktion noch ein Kropf, beobachtet worden wäre. Soweit es den Kropf betrifft, der normalerweise ohne Überfunktion der Schilddrüse einhergeht, führt man seine Bildung, besonders in den jodarmen Gegenden des Schwarzwaldes und des Alpenvorlandes, auf unzureichende Jodaufnahme zurück. Ob dies der einzige Grund ist, kann bis heute noch nicht mit Sicherheit behauptet werden. Tatsache ist jedoch, dass auf Grund des hohen Jodgehaltes der Luft, der auch zu einer Jodanreicherung der Böden und der auf ihnen gewonnenen Nahrungsmittel führt, sowie des Jodgehaltes im Meerwasser an der gesamten Nordseeküste so gut wie kein Kropf vorkommt. Die fehlende Ausbildung anderer
Schilddrüsen-erkrankungen (Über- und Unterfunktion) mag zum Teil ebenfalls
damit zusammenhängen. Nicht zuletzt spielen aber auch hier die
vielfältigen örtlichen und klimatischen Faktoren eine Rolle. Dass die
Unterfunktion der Schilddrüse an der See mit Erfolg zu behandeln ist,
beruht auch entscheidend auf der Möglichkeit einer allgemeinen
Stoffwechselsteigerung und stärkeren Durchblutung der Organe, der
Stimulierung des vegetativen Nervensystems durch die Vielzahl der
Heilfaktoren an der See. |
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| Der erfahrene Mediziner weiß, dass Patienten, die wegen Unterfunktion Medikamente mit Schilddrüsenhormonen einnehmen, beim Wechsel in unser Seeklima meist rasch die Dosis reduzieren müssen, weil die eigene Schilddrüse wieder mehr Hormon produziert. Sie merken dies an den plötzlich auftretenden Überdosierungserscheinungen mit Nervosität, Unruhe, Zittern usw. Ebenso können sich bekanntlich Erregungen im vegetativen Nervensystem in einer veränderten Hormonproduktion auswirken. Das wird bei uns schon durch die naturgemäße Umstellung im Vegetativem bewirkt. |
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